Inspiriert von Mo´s sehr bereicherndem esyotmusic-Blog habe ich eine kleine Sammlung an Filmen zusammengestellt, die sich mit elektronischer Musik und deren Subkultur auseinander setzen. Es ist weniger eine Top 9 als vielmehr eine Aufzählung bereits erschienener Filme und Filmen, die noch in der Pipeline stecken. Here we go…

 

Speaking In Code

 

Amy Grill setzt in ihrem Film “Speaking In Code” auf Authentizität. Und dies in vielerlei Hinsicht. Mehrere Jahre hat sie Artists aus verschiedenen einflussreichen Musikstädten auf ihren Reisen und bei Ihrer “Arbeit” dokumentiert. Herausgekommen ist ein Film, der durch seinen Dokumentationscharakter authentischer rüber kommt als manch ein anderer Film über dieses Kulturgut.

Mehr Infos: http://www.speakingincode.com/

 

An Einem Sonntag In Berlin

 

Der Film “An Einem Sonntag In Berlin” beschreibt ein Phänomen, das es so wahrscheinlich nur in Berlin gibt und seit einiger Zeit wie ein Mythos, eine Legende in die Welt getragen wird: Die AFTERHOUR. In Berlin ein weitläufiger Begriff – eine Afterhour kann nämlich in einem Zeitrahmen zwischen 6 Stunden und 4 Tagen liegen. Oder wie es Tobias Rapp in seinem Buch “Lost and Sound – Berlin, Techno und Easyjetset” treffend formulierte: “Die Feierwoche beginnt am Mittwoch im Watergate und endet am Dienstagabend in der Bar25″. Und genau dieses Phänomen versucht Kerstin Hering in ihrem Film auf Bewegtbild festzuhalten.

Zu kaufen gibts die DVD bei Kerstella

 

After Hours

“After Hours”, ein weiteres Projekt von Kerstin Hering, ist weniger ein Film als eine Webserie, die auf 3min ihr zu Hause gefunden hat. Die Qualität ist dabei das beste Argument für die Aufnahme in diese Filmsammlung. Auch wenn man sich manchmal schon fragt, wann und wo sich der ein oder andere Protagonist das Hirn weggepulvert hat, so lebt das Format gerade von diesen Menschen, da sie den Titel der Serie nicht besser beschreiben könnten. Interviews, Tipps und Informationen zum kulturellen Angebot in Berlin gibt´s oben drauf. Daumen hoch.

Mehr Infos gibt´s hier.

 

Villalobos

Passend zu den Afterhour-Filmen bereichert uns bald ein Film über einen Mann, der mindestens so legendär ist wie die Berlin Exzess-Afterhours. Beide sind zudem unzertrennlich. Die Rede ist von Ricardo Villalobos. Der Chilene ist nicht nur einer der gefragtesten DJ´s der Welt, er steht vor allem für eines: Kunst und Personenkult. Dabei behielt sich Ricardo den größeren Medien stets verschlossen, sich selbst treu und lässt meist lieber seine Musik reden als sich selbst. Dabei verkörpert er nicht selten sich selbst als lebendes Kunstwerk – ob gewollt oder nicht. Genau deswegen war es für Romuald Karmakar ein großes Anliegen, diesen Menschen und sein Leben zu dokumentieren. Nachdem er um 2004 mit 196bpm eine weitere Dokumentation über die kultur der elektronischen Musik verfilmt hatte brachte ihn Roman Flügel auf Ricardo Villalobos. Was daraus wurde können wir bald in ausgewählten Kinos sehen.

Mehr Infos: http://www.romuald-karmakar.de/ 

 

196bpm

196bpm ist eine Zusammenstellung von 3 Kurzfilmen/-dokumentationen – mal schnell, mal langsam, mal hell, mal dunkel – doch immer skurril. So kann man z.B. DJ Hell auf einer Love Parade After-After-Afterhour am Montagmorgen im alten WMF bei der Arbeit zuschauen. Oder einem Schranzerkiddy beim Tanzen zu sehen. Sehr amüsant. 

 

We Call It Techno

Holger Wick und Maren Sextro mit ihrem Meilenstein “We Call It Techno”. Holger, der Kreative Kopf hinter dem “Slices-DVD-Magazin” beweist hier einmal mehr sein schier unerschöpflichen Drang diese Kultur zu dokumentieren. Der Film zeigt 20 Jahre elektronische Musik in Deutschland in all seinen Verzweigungen, Idealen und vorallem Bildern. Viel Privatmaterial kam zum Einsatz um diesen Film möglich zu machen. Ein Muss und nur auf DVD erhältlich. Auch zu empfehlen, Holgers Vorgängerwerk: Berlin Digital.

 

Berlin Calling

Berlin Calling von Hannes Stör ist wohl der bekannteste/kommerziellste Film über elektronische Musik, der bis heute erschien. Ein Erfolg, der für alle Beteiligte überraschend kam. Auch wenn die Authentizität etwas unter der filmerischen Auslegung leidet ist der Film mehr als sehenswert und  durch die Vertonung durch Paul Kalkbrenners Soundtrack eine wahre Bereicherung auf dem Feld der Musikfilme.

 

 

Feiern

Ewan Pearson sagte es sehr treffend: “Don´t forget to go home” – Feiern, handelt von den Mensch und den Geschichten hinter den Partyexzessen und weniger von dem Exzess an sich. So besteht der gesamte Film aus verschiedenen Interviews die thematisch zusammengefügt wurden. Unterbrochen wird das Ganze von Auszügen aus dem “Feier-Alltag”. Nur auf DVD erhältlich.
 

Richie Hawtin Documentary

Die enge Freundschaft zu Richie Hawtin war der Anlass zu dieser Dokumentation. Holger Wick lies dabei, wie auch bei seinen anderen Projekten, mal wieder nichts anbrennen und überzeugt mit viel Interviews und ungezeigtem Privatmaterial.



2 Kommentare

Nice! I Like. Die meisten kannte ich schon, aber 3min gefällt mir extrem gut!

Moritz Esyot schreibt am 13 Jan 10 um 17:09

Hey Flo… schau mal, über den Film bin ich noch gestolpert. Passt auch in die Reihe: Totally Wired

Moritz Esyot schreibt am 15 Jan 10 um 13:42

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