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Einer der beeindruckendsten Filme, die ich je über den Zweiten Weltkrieg gesehen habe, ist ‘Die Brücke’ von Bernhard Wicki aus dem Jahre 1959. Er gilt als einer der wenigen wirklichen Antikriegsfilme und wurde mit einem Golden Globe und einer Oscarnominierung ausgezeichnet.

Der Film ist unter anderem deshalb so eindruckvoll, da das Schicksal Jugendlicher im Zweiten Weltkrieg beleuchtet wird und die Handlung auf wahren Begebenheiten beruht:

April 1945, Hitlerdeutschland steht kurz vor der Kapitulation. Die Wehrmacht mobilisiert ihre letzten Kräfte. Albert, Walter und fünf weitere Klassenkameraden werden direkt von der Schulbank eingezogen, um als Hilfssoldaten die Brücke der Stadt vor den näher rückenden Amerikanern zu verteidigen. Die Mission entpuppt sich bald als Kampf auf Leben und Tod.

Schon einige Male habe ich gedacht, dass es toll wäre diesen Film neu zu verfilmen und die Thematik jüngeren Generationen näher zu bringen, da die Version von 1959 den heutigen Sehgewohnheiten und stark gewachsenen Ansprüchen an die Special Effects nicht mehr gerecht werden kann.

ProSieben hat sich das wohl auch gedacht und in die Tat umgesetzt: Am Montag, den 29. September zeigen sie ihre Version des Stoffes um 20:15 Uhr und mit Franka Potente in einer der Hauptrollen. Ob der Film was taugt kann ich natürlich nicht sagen. Aber ein spannendes Projekt ist es auf alle Fälle. Hier gibt es weitere Infos und einen Trailer.



8 Kommentare

Habe auch den Originalfilm gesehen. Auch wenn in diesem Film weniger auf hochdramatische Specialeffects gesetzt wurde(zeitlich bedingt), fand ich die schwarz-weiß Verfilmung schon sehr passend und durchaus authentisch. Ich denke es wird schwer werden an das Original ranzukommen, aber einen Versuch ist es bekanntlich immer wert.

Bin gespannt wie sich ProSieben mit der Thematik auseinandersetzt. Morgen wissen wir mehr! ;)

Flo schreibt am 29 Sep 08 um 10:16

oh oh… was bei spiegel.de zu lesen ist verrheißt ja schon mal nichts gutes: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,581092,00.html

axel schreibt am 29 Sep 08 um 15:07

Ganz ehrlich, ich hatte es schon befürchtet, dass ProSieben aus Krieg ein Eventkino mit naivem Soapcharme macht.

Ein Sender, der Samstagsabends in der Primetime ein Stockcarrennen von Großkonzernen über 5(!) Stunden finanziert, ist weniger an der zeitlich passenden Vermittlung der Absurdität dieses perversen Krieges interessiert, als vielmehr an Einschaltquoten für die teuer verkauften Werbeblocks.

Sehr schade.

Flo schreibt am 29 Sep 08 um 17:13

Oh Mann!
Da freut man sich auf einen tollen Film und dann das! Ich fand das Remake einenen schlechten Witz. Der Film kommt ja nicht mal ansatzweise an das Original heran.

Joern schreibt am 29 Sep 08 um 22:52

oh je. kein kommentar… ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, deshalb lass ich es gleich bleiben. nur so viel: was für schlechte schauspieler!!! schade, dass die schlimmsten befürchtungen wahr wurden. zum glück kam danach noch ne folge californication…

axel schreibt am 29 Sep 08 um 23:07

Mann, Mann, Mann. Die schlimmsten Befürchtungen wurden leider echt wahr.

@ Axel: Ja, die schauspielerischen Leistungen haben mich auch zu tiefst erschüttert.

Flo schreibt am 30 Sep 08 um 09:16

man man man. kam nicht mal annähernd ans original ran. Emotionalität, schauspielerische leistungen waren ja gen null. da hat mich die düstere, schwarz-weiß version wesentlich mehr gefesselt und nachdenklich gestimmt. wie hier schon gesagt wurde. event-kino á la pro-sieben vom gewohnt *ironie an* feinsten *ironie aus*. schade.

Felix schreibt am 30 Sep 08 um 18:19

Jetzt ärger ich mich ja fast schon, dass ich ihn mir – in weiser Vorahnung – nicht angeschaut habe ;)

Ben schreibt am 30 Sep 08 um 23:19

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